Mailand, Cortina d’Ampezzo und Tesero im März 2026
Anlässlich der Paralympischen Winterspiele 2026 reiste eine Delegation des Sportausschusses des Deutschen Bundestags nach Mailand, Cortina d’Ampezzo und Tesero. Neben dem Besuch von Wettkämpfen stand vor allem der direkte Austausch mit Athlet*innen, Verbänden sowie Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Forschung und Wirtschaft im Mittelpunkt.
Die Eindrücke vor Ort waren deutlich: Die Paralympics stehen für Spitzensport auf höchstem Niveau und für Geschichten, die weit darüber hinausgehen. Athlet*innen, die Grenzen verschieben, als Team wachsen und mit spürbarer Leidenschaft ihren Sport leben.
„Die Paralympics zeigen eindrucksvoll, was Leistungssport wirklich bedeutet: nicht nur Medaillen, sondern Haltung, Teamgeist und die Bereitschaft, vermeintliche Grenzen immer wieder neu zu definieren.“

Gleichzeitig wurde in den Gesprächen klar, dass strukturelle Herausforderungen weiterhin bestehen. Von der Nachwuchsförderung über verlässliche Kaderstrukturen bis hin zu mehr medialer Sichtbarkeit und echter Inklusion: Der Parasport braucht weiterhin gezielte politische Unterstützung.
Ein wiederkehrendes Thema war zudem die Teilnahme von Athlet*innen aus Russland und Belarus. Die Zulassung unter nationaler Flagge sendet ein falsches Signal.
„Wer für Frieden, Fairness und internationale Solidarität im Sport steht, muss auch klare Haltung zeigen, gerade dann, wenn es unbequem ist.“
Neben den politischen Gesprächen boten auch Begegnungsorte wie das deutsch-österreichische Freundschaftshaus Raum für Austausch und gemeinsames Würdigen sportlicher Erfolge. Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt über Grenzen hinweg.
Die Reise hat gezeigt: Parasport bewegt. Sportlich, gesellschaftlich und politisch.

Die gewonnenen Eindrücke sind Auftrag und Motivation zugleich, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern und Inklusion im Sport wie in der Gesellschaft konsequent voranzubringen.